Die Spitzhaustreppe zu Radebeul
Die Spitzhaustreppe wurde um 1747 - 50 nach einer Idee von August dem Starken und dem Entwurf von Daniel Pöppelmann angelegt, als Verbindung zwischen Weingut Hoflößnitz und dem Spitzhaus. 1992 - 93 ist die alte baufällige Treppe völlig neu gebaut worden. Sie führt direkt durch die Weinberge und hat 397 Stufen. Der Aufstieg wird durch ein wunderbaren Ausblick über das Elbtal, der Stadt Radebeul und der Landeshauptstadt Dresden belohnt. 2005 fand hier der erste Treppenmarathon statt, am 17./18. April 2010 wird der sechste Lauf gestartet.
Es lohnt sich aber auch ein paar Tage länger zu bleiben und sich die Stadt mit seinen Sehenswürdigkeiten anzusehen oder Dresden zu besuchen. Eine Weingaststätte direkt am Beginn der unteren Treppe und zahlreiche Winzer laden darüber hinaus zu einem Glas Wein ein. Die Kleinbahnstrecke Radebeul-Radeburg verläuft in unmittelbarer Nähe und es ist ein imposanter Anblick, wenn sich der Zug mit seiner Dampflok durch den Lößnitzgrund windet.

Der erste Ultra-Treppenlauf weltweit
Der Gedanke
Der Mt.
Everest ist für viele eine unerreichbare Herausforderung. Barrieren wie die
Finanzierung, Urlaubslänge oder auch die Höhe als solche sind sicher ein Grund,
nicht in den Himalaja zu fahren. Diesen und vielen Anderen wollen wir das Gefühl
der Strapazen und der anschließenden Befreiung vermitteln, wenn man den Gipfel
erreicht hat.
Die Idee
8848 war der Titel einer Ausstellung in Leipzig. In einem alten Gasometer war das weltgrößte Panoramabild des Mt. Everest aufgebaut. Es vermittelte einen bleibenden Eindruck von der gewaltigen Bergwelt des Himalaja, man stand mitten drin und glaubte den Wind zu spüren, der Schnee knirschte unter den Steigeisen und der schwere Atem des Hintermannes trieb einen unentwegt weiter in die Höhe. Derartig beeindruckt trat ich den Rückweg nach Radebeul an und hatte immer diesen Berg vor meinen Augen. Und dann war sie auf einmal da, diese Idee vom Treppenmarathon. Fast alles passt auf Anhieb. Die Spitzhaustreppe hat einen Höhenunterschied von 87,41 m, da fehlt nur 107 cm und die Länge ist 411 m, da fehlen nur rund 11 m. Also wird die Treppe neu vermessen und dann ist der Punkt gefunden. Eine Runde sind also 88,48 m Aufstieg und 88,48 m Abstieg, sowie eine Strecke von 843,50 m. 100 mal durchlaufen ergibt das einen kompletten Aufstieg von NN bis zum Gipfel des Mt. Everest und zurück. Gleichzeitig ist es ein Doppelmarathon, denn Auf- und Abstieg zusammen ergeben 2 x 42,195 km und 79400 Stufen. Mit Peter Heilsberg finde ich den schon bewährten Partner und das erfahrene Team des Spitzhaustreppen-Laufes setzt sich zusammen und die Idee wird in die Tat umgesetzt.
Am 16./17. April 2005 ist die Prämiere und es wird ein voller Erfolg. Tausende Zuschauer verfolgen das Spektakel, 5 Rundfunksender übertragen z. T. live und wir hatten im Fernsehen des Mitteldeutschen Rundfunks 8 Minuten Sendezeit. 2007 wird ein neuer Streckenrekord sowie ein Rundenrekord gelaufen, beide befinden sich im Besitz des Schweizers Kurt Hess.